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DORFPORTRAIT | THE SUGAR BEATS

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Die Band „THE SUGAR BEATS“
geben ihre Auflösung bekannt.

Nach dem Tod des Sängers und Frontmanns Bernhard Sonnemann, löst sich die Band auf. Bernhard war mit seiner Stimme das Kennzeichen der Band. Er hat unsere Fans immer wieder, mit seinem Gesang begeistert und den Kontakt zu ihnen über die Jahre aufrechterhalten.
Ohne Bernhard gibt es für uns keine Alternative mehr.

Wir möchten uns nochmals bei unseren Fans für Ihre langjährige Treue bedanken.

Gern erinnern wir uns an einige Highlights der letzten 25 Jahre:

 

  • Unser Beitrag im Haus für deutsche Geschichte in Bonn 1995 und 2019

  • Rocknächte in Grünefeld 1996-2006

  • Die CD 2002

  • 40 Jahre Jubiläum in Staffelde 2004

  • Auftritt in Liverpool 2004

  • Rocknacht mit King Size Taylor and the Dominoes in Grünefeld 2006

  • Landeserntefest Grünefeld 2007

  • Landeserntefest Paaren im Glien 2015

  • Rocknächte in Kuhhorst 2008-2019

  • 45 Jahre Jubiläum in Groß Benitz 2009

  • 50 Jahre Jubiläum in Groß Benitz 2014

  • Kulturpreis des Havellandes 2018
     

Als etwas Besonderes haben wir immer die Gastauftritte von Udo Folgart ehem. Bauernpräsident und unseren Ministerpräsidenten Dietmar Woidke empfunden.


Ebenfalls möchten wir uns bei allen Bands bedanken, die uns begleitet haben. Ein besonderer Dank gilt der Band „poor white trash“ mit dem Frontmann Karsten Welke.


Dieter Franke, Klaus Schilling, Norbert Wolf ,Bodo Ritschel

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Wir erinnern uns...
„THE SUGAR BEATS“

Eine Band sorgte für ausverkaufte Häuser!

 

Klaus Schilling,
Norbert Wolf,
Bernhard Sonnemann,

Bodo Ritschel,
Dieter Franke

THE SUGAR BEATS - Die Story

50 Jahre The Sugar Beats, 1964-2014

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Im Sommer 1963 trafen sich fünf Jugendliche in dem Havelländischen Dorf Grünefeld. Aus einer "Musiktruhe" im Gasthof Falkenberg hörten sie den Song "Memphis Tenessee". Die 14- bis 17-jährigen "Hatty", "Sonny", Dieter, "Swatzy" und "Fritze" waren wie elektrisiert: "Das müsste man auch können..." Zwei Wandergitarren waren schnell von irgendwo besorgt, der Song wurde bald nachgespielt und mitgesungen. Nun mussten nur noch die Klampfen elektrisiert werden. Also bastelte "Fritze" zum nächsten Wochenende einen Transistorverstärker, der seinen Platz in einer blechernden Reemtsma-Kiste fand und drei (!) Eingänge hatte: Zwei für die Gitarren und einen für ein Kristallmikrofon, das in ein Taschenlampen-Gehäuse hineingezaubert wurde - der Grundstock der Musikanlage war gelegt. Der Beat ließ die Jungen nicht mehr los.

Die Kegelbahn des Gasthofes wurde großzügig als Proberaum zur Verfügung gestellt. Dort entstand ein erstes kleines Repertoire. "Sonny" erwies sich bald als engagierter Sänger und "Hatty" hing sich etwas um den Hals, das fachkundig als Sologitarre identifiziert wurde. "Swatzy" bekam den Auftrag, sich eine Bassgitarre zu besorgen und Dieter hatte sich irgendwo

eine Marschtrommel organisiert... Ein Name für die Band fand sich ohne lange Diskussion: THE SUGAR BEATS.

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Die ersten öffentlichen Auftrittsmöglichkeiten waren Klassentreffen von befreundeten Mitschülern. Die waren begeistert, denn die Gruppe traf mit ihrem Beat den Zeitgeist. Im Sommer 1964 durften die SUGAR BEATS für eine andere Gruppe im Kulturhaus der Stadt Kremmen einspringen. Das Publikum entschied sofort, und die SUGAR BEATS wurden für Jahre die Hausband des Jugend-Clubs. In dieser Zeit veränderte sich das Outfit der Gruppe. Aus weißem Hemd mit schwarzer Weste und Zylinder (in Anlehnung an die LORDS) wurden grell bunte, teils geblümte Hosen und Hemden (wie Dave Dee & Co.).

 

"Hatty" wurde durch "Nobbi" als neuer Leadgitarrist ersetzt. Die Musik wurde härter und rockiger. Der gute Ruf der Band begann sich herumzusprechen - leider auch bis zu Leuten, die ganz andere Absichten hatten, als sich bei den Klängen der Beatles oder gar den Rolling Stones zu amüsieren... 

Die Kleiderordnung und das Repertoire der SUGAR BEATS riefen die Gralshüter des real existierenden Sozialismus auf den Plan. Die Beschützer der Kultur und der Ordnung und Sicherheit gaben sich die Klinken der Veranstaltungsorte in die Hand. Im Publikum versteckt, machten sie sich eifrig Notizen. Bei diversen Vorladungen musste sich die Gruppe im Rat des Kreises rechtfertigen, wegen der Nichteinhaltung der "Prozente" (60% Ost-Musik, 40% West-Musik) und wegen des Spielens jugendgefährdender Beat-Musik. Das Erscheinungsbild und der englisch klingende Name waren schließlich weitere Gründe, die Gruppe immer wieder mit Auftrittsverboten zu belegen. Mit der einen oder anderen Spende für Vietnam (damals im Krieg gegen die USA) und schließlich durch die feste Zusage, sich einen anderen Namen zuzulegen, konnte sich die Band wieder freikaufen. Der erste Auftritt unter dem neuen Namen DIE NAMENLOSEN war dann folgerichtig für einige Zeit auch wieder der letzte, wegen der "offenen Provokation..."

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Erst als sich die Band in FARAGUS umbenannte (FA von Falkenberg und RAGUS = SUGAR, rückwärts gelesen), durfte sie wieder regulär auftreten. Trotz all dieser Schwierigkeiten verloren die Musiker nie ihren Optimismus und ihre Spielfreude. Bei den obligatorischen Einstufungsveranstaltungen, die u. a. für das Honorar der Amateurmusiker von entscheidender Bedeutung waren, erreichte die Band von Jahr zu Jahr immer höherer Bewertungen, besonders seit 1969 der Keyboarder Bodo Ritschel zur Gruppe gestoßen war und durch sein Instrumentarium und sein Talent den Sound entscheidend beeinflusste.

 

Auf dem musikalischen Höhepunkt trennten sich jedoch die FARAGUS im Herbst 1972.

 

Nach dem Fall der Mauer wurde die ständige Ausstellung im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn u. a. um das Teilgebiet "Amateur-Tanzmusik in der DDR" erweitert. Dort wird durch eine glückliche Fügung auch der Werdegang der SUGAR BEATS in Bild und Text dokumentiert. Die SUGAR BEATS proben seit dem wieder in Grünefeld, jetzt in Sonny´s Keller - den Gasthof Falkenberg und die alte Kegelbahn gibt es längst nicht mehr - und haben Riesenspaß, wieder die alten Songs der 60´er zu spielen.

 

Und wenn es heute irgendwo heißt: "Die SUGAR BEATS" spielen", dann kommen viele der alten Fans ... und bringen ihre Kinder und Enkel mit, die genauso viel Spaß haben an den "alten" Knaben, die doch mit ihrer Musik so jung geblieben sind.  

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